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Straßenmusik Augsburg

Wikipedia, Stand vom 09.02.2017:

Straßenmusik wird von Instrumentalisten oder Sängern, gelegentlich auch von Alleinunterhaltern vorgetragen. Wenn die Musiker alleine anstatt als kleine Gruppe auftreten, nutzen sie mitunter Tonträger für die Begleitmusik. Die Musiker stellen sich auf der Straße auf und präsentieren ihr Können, wofür sie von Passanten Geld erbitten, meist in Form eines Huts oder Instrumentenkastens, in den die Zuhörer Geld werfen.

 

Ich weiß, dass viele die Straßenmusiker sehen, das manchmal als etwas Negatives empfinden. Menschen sitzen oder stehen am Rand einer Fußgängerzone oder in Bahnstationen und sehen Passanten vorbeigehen. Ab und zu wirft jemand eine 50 Cent Münze rein und der aufgestellte Hut oder Instrumentenkoffer füllt sich nach und nach, an manchen Tagen schneller an anderen Tagen fast gar nicht.

 

Ich selbst habe mir an diesem Tag lediglich etwas beweisen wollen:

Ich bin an diesem sonnigen Apriltag mit meiner Gitarre, den Noten, einem Kissen und meiner Kamera in den Zug nach Augsburg gestiegen ohne einem Menschen etwas davon zu erzählen. Ich lief in die Fußgängerzone und wider Erwarten war mir etwas mulmig zu Mute. Ich suchte mir einen geeigneten Platz und baute meinen „Stand“ auf. Ein bisschen unangenehm war mir das schon muss ich bis heute gestehen. Nachdem ich aber das erste Lied „Ayo Technology“ angespielt und dabei die Augen geschlossen habe war meine Aufregung wie weggeblasen. Es hat mir auf einmal so Spaß gemacht und die Menschen die vorbei gelaufen sind haben das gemerkt. Ich konnte ihnen mit meinem Spaß an der Musik ebenfalls ein Lächeln auf die Lippen zaubern und das war im Eigentlichen das Größte für mich. Nicht das Geld, dass ich dafür bekommen habe, sondern den Passanten einfach etwas Abwechslung auf ihrem Weg zum nächsten Geschäft, zur Arbeit oder zum Zug zu schenken und sie ein wenig Lächeln zu lassen, auch wenn es nur für einen Bruchteil einer Sekunde war.

An diesem Tag habe ich mit mehreren interessanten Menschen gesprochen. Eine Frau wollte mich für eine Theatergruppe anwerben, ein anderer Mann im Rollstuhl hat mir von seiner musikalischen Lebensgeschichte erzählt und wieder ein anderer wollte einer nur Kaffee trinken gehen 😀

Was mich damals am meisten zum Lachen gebracht hat, waren die süßen Kinder die mir total verstohlen und schüchtern das Geld schenken, manchmal warten sie bis ich aufgehört habe zu spielen, um es mir dann persönlich zu geben.

 

Jedenfalls war diese Erfahrung für mich mehr wert als manch andere Auftritte zusammen. Ich habe mich selbst überwunden und bin selbstbewusster geworden.

 

Das wird nicht mein letzter Auftritt in der Annastraße in Augsburg sein! Ich bin gespannt was mich beim nächsten Mal erwartet und welchen Leuten ich dann begegne.

 

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